Body Positivity, Bikini Confidence, Selbstliebe mit Kurven – und warum Kenia mein Wendepunkt war
Der Strand und ich – eine komplizierte Liebe
Ich liebe das Meer. Den Sand unter den Füßen, das Salz auf der Haut, das Gefühl von endlosen Möglichkeiten. Und gleichzeitig war der Strand lange der Ort, an dem ich mich am kleinsten gefühlt habe.
Nicht, weil ich ihn nicht mochte. Sondern weil ich immer das Gefühl hatte, mich verstecken zu müssen.
Ich war die, die sich ein Handtuch um die Hüften gewickelt hat. Die, die so schnell wie möglich ins Wasser gegangen ist, nur um ja nicht zu auffällig zu sein. Bikini? Undenkbar. Ich habe mich schlichtweg nicht „bikiniberechtigt“ gefühlt. Zu viel Bauch. Zu viel Po. Zu viel von allem.
Dann kam Kenia – und mit jedem Mal ein Stück mehr Freiheit
Ich war insgesamt sechs Mal in Kenia – zweimal davon habe ich jeweils ein ganzes Jahr dort gelebt. Und was soll ich sagen: Dieses Land hat mir nicht nur neue Perspektiven gezeigt, sondern auch etwas zurückgegeben, das ich nicht mal wusste, dass ich verloren hatte – meine Freiheit.
Plötzlich war ich nicht mehr die „Frau mit dem Plus Size Körper“, die ständig beäugt wurde. Meine Figur war dort… einfach kein Thema. Kein Makel, kein Statement. Ich war da. Punkt.
Bereits 2016, bei meinem ersten Aufenthalt, habe ich mich das erste Mal an den Hotelpool im Bikini getraut. Und was passierte? Nichts. Kein Getuschel, keine Kommentare, kein Drama. Die Sonne schien, das Wasser war warm – und mein Körper war einfach da.
Das war der Anfang. Und ich merkte: Das, was ich mir immer eingeredet hatte, war nur in meinem Kopf. Die Blicke, die Urteile, die Bewertungen – viel davon war nicht real. Oder zumindest nicht so allgegenwärtig, wie ich dachte.
Keine große Erkenntnis, sondern viele kleine
Es war kein „magischer Moment“, kein dramatisches Erwachen. Eher eine leise, stetige Veränderung. Je öfter ich mich gezeigt habe, desto mehr wollte ich.
Ich habe gemerkt: Ich bin nicht zu viel – ich bin genau richtig. Ich bin nicht mutig, weil ich einen Bikini trage. Ich bin frei.
Und wenn man diese Freiheit einmal gespürt hat, dieses Gefühl von: Ich darf sein, wie ich bin, dann will man das nicht mehr hergeben. Dann weiß man, was alles möglich ist, wenn man aufhört, sich selbst zurückzuhalten.
Zurück in Deutschland: Der Realitätsschock
Klar, die Rückkehr nach Deutschland war nicht easy. Hier ist der Blick auf Körper – gerade auf dicke Körper – viel kritischer, viel normierter. Ich habe gemerkt, wie schnell ich wieder in alte Muster rutschen könnte. Aber ich wollte das nicht.
Also bin ich auch hier ins Schwimmbad gegangen. Im Bikini. Mit Herzklopfen. Und es war hart – aber ich habe es trotzdem gemacht. Wieder und wieder.
Und weißt du was? Es wurde leichter.
Heute ist der Bikini für mich kein Symbol mehr für Mut oder Rebellion. Er ist einfach Kleidung. Kleidung für den Strand. Für mein Leben. Für mich.
Ich sehe meinen Körper – mit seinen Rundungen, seinen Dellen, seinem Mehrgewicht – und ich liebe ihn. Nicht immer, nicht bedingungslos. Aber ehrlich. Und das reicht.
Wenn du dich (noch) nicht traust
Ich weiß, wie schwer es sein kann. Der Gedanke, sich „so“ zu zeigen. Die Angst vor Blicken, vor Gedanken, vor Kommentaren. Aber ich sage dir eins:
Die meisten Menschen sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Die sitzen am Strand und denken wahrscheinlich genau das Gleiche wie du: Wie sehe ich wohl gerade aus?
Die Wahrheit ist: Dein Unwohlsein ist nicht dein Feind. Es ist ein Wegweiser. Es zeigt dir, wo du dich weiter entfalten kannst. Und genau da liegt deine Kraft.
Wenn du das nächste Mal zögerst: Stell dir die Frage, wer du sein willst.
Die, die sich im Schatten versteckt?
Oder die, die lacht, spielt, schwimmt – mit wackelndem Speck und strahlendem Herz?
Du entscheidest.
Und ja – es ist schwer. Aber es ist verdammt nochmal möglich. Und es lohnt sich. So sehr.
Mein Fazit: Ich bin ein Curvy Beachgirl – und stolz drauf
Ich bin nicht mehr das Mädchen, das sich unter einem Handtuch versteckt. Ich bin heute eine Frau, die am Strand tanzt, sich im Bikini im Wasser treiben lässt, laut lacht – und ihren Körper liebt. Auch wegen seiner Geschichte.
Ich muss nichts an mir „optimieren“, um den Sommer zu genießen. Ich muss nur ich sein.
Also wenn du auf der Suche nach einem Zeichen warst:
Das hier ist es.
🩵 Und wenn du dich noch nicht ganz bereit fühlst...
So sehr ich heute für Bikinifreiheit stehe – ich weiß auch: Der Weg dahin ist kein Schalter, den man einfach umlegt. Es ist ein Prozess. Und manchmal ist es einfach gut, etwas zu haben, das einem unterwegs ein bisschen Sicherheit gibt.
Unser Surf Poncho kann dir den Moment zum Durchartmen geben. Er ist kuschelig, praktisch – und gibt dir das gute Gefühl, dich zwischendurch einhüllen zu können, ohne dich zu verstecken. Ob beim Umziehen am Strand oder einfach als Pause zwischen zwei Mut-Momenten – der Poncho ist da, wenn du ihn brauchst.